Meine Sonntagspredigt...wie gewohnt zum nachlesen

Sonntagspredigt - 30.10.2022

Von hier kommen Sie auch zu den Hausgebeten

Sein Egoismus, seine Gier nach Geld und Reichtum hat ihn schlechte, ungesetzliche Wege gehen lassen. Auf Kosten anderer hat er sich bereichert, hat mehr Geld genommen als erlaubt, hat erpresst und betrogen. Er hat genommen, wo er nur konnte. Ein ungerechter und unbarmherziger Beamter im Dienst des Staates, der vor allem in die eigene Tasche wirtschaftet. Keiner will mit ihm zu tun haben, keiner mit ihm befreundet sein. Gefürchtet, verhasst, isoliert, einsam. Durch sein Verhalten, sein falsches Tun und Leben hat er sich selbst klein gemacht, ohnehin war er klein. Er wollte groß sein, anerkannt, wohlhabend. Wer will das nicht?! Er hat den falschen Weg eingeschlagen. Was nützt ihm der Reichtum, den er unrechtmäßig erworben?! Was nützt ihm seine Macht, wenn er innerlich doch klein ist, andere ihn durch Verachtung, Ablehnung, Wut noch kleiner machen, ihn nicht gelten lassen, ihn ausschließen aus der Gemeinschaft, ihn meiden?! Zachhäus, der Mensch, der gerne ein normales Selbstwertgefühl hätte, dafür falsche Entscheidungen getroffen, schlechtes Denken und Handeln gelebt hat. Am Ende leidet er an sich, seinen Minderwertigkeitsgefühlen, seiner Schuld, seiner Einsamkeit. Wie viele Menschen leiden unter Minderwertigkeitsgefühlen, finden nicht die richtigen Wege zu einem gesunden Selbstwertgefühl, auch weil sie falschen Menschen vertraut, weil sie niemanden an ihrer Seite haben, der ihnen hilft, der sie annimmt wie sie sind und ermutigt sich zu ändern. Wie viele verletzen andere durch ihre nicht bearbeiteten Minderwertigkeitsgefühle, ihre mangelnde Selbstliebe. Weil sie sich selbst nicht lieben können, können sie auch andere nicht annehmen und lieben. So entstehen Hass, Neid, Gewalt, Gier, schlechte Machtausübung in Staat, Gesellschaft, im privaten Umfeld, in uns selbst und wir leiden an solchen Menschen, wenn sie in Wirtschaft, Staat, Politik und Kirche in Machtpositionen sind, Macht und Menschen für ihre eigene Zwecke, Egoismus benutzen und missbrauchen. Nicht verwunderlich, dass Menschen ihn hindern Jesus zu sehen. Rache am ungeliebten kleinen Mann, jetzt lassen sie ihn nicht nach vorne, zu jemandem, der wahres Leben bringt, der Menschen liebt, der zu Gott führt. Er hat sie am Leben gehindert, jetzt hindern sie ihn am Leben. Würden wir nicht ähnlich handeln? Doch, er will sich ändern, er sieht sein schlechtes, menschenfeindliches Denken und Verhalten ein. Andere tun es auch heute in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kirche nicht und machen weiter wie immer auf Kosten von Menschen und Glauben an Gott. Machtmissbrauch aus Egoismus, zuweilen gut versteckt. Er steigt auf einen Baum, er will das Leben sehen. Er wird von Jesus angeschaut, beachtet. Diese Suche nach Gott, nach wahrem Leben, Glauben, der schlummert in vielen, ob sie aber auf einen Baum steigen, weg vom Boden ihres bisherigen schlechten Lebens, Denkens, Verhaltens? Ob wir selbst es auch sind? Ob wir das wollen? Anderen tieferen Glauben, anderes Menschsein ermöglichen, weil wir und sie Irrwege und nicht Jesusgemäßes Leben erkannt? Vielleicht sind wir auch die, die anderen nicht Einsicht und Änderungsbereitschaft zutrauen, weil wir auch durch Gläubige und Kirchenmänner zu tief verletzt in Glauben, im Menschsein durch Benutzen, Verbrechen an Leib und Seele?! Eine andere, ehrliche Sicht auf uns und andere, Mut uns zu ändern, sich einzugestehen wer und wie wir wirklich sind und aber auch wie und wer wir gerne wären! Wer hilft uns dabei, wer hindert uns dabei? Es geht um geliebtes Menschsein, um Gottes Erfahrbarkeit, um ein menschenfreundliches, sinnvolles Leben nach Jesus. Auf einen Baum steigen, um neuen Überblick zu erhalten, um uns vom Boden bisherigen Lebens und Glaubens zu lösen, um aufzuleben, um Liebe und Freude wiederzufinden, um geglückt zu leben, um Halt und Hoffnung in Gott zu finden, um anderen Leben und geliebtes Menschsein zu ermöglichen. Um zu wissen, dass wir aus Gott kommen und jetzt mit und in Gott leben und im Sterben in Gott zu sein. Unser Leben ist zu kurz, um nicht geliebt und geglückt zu leben, auch mit anderen. Um Gott zu ahnen, zu staunen über Schöpfung, Menschen, Kosmos, gute Begegnungen, Liebe und Vertrauen. Gott ist da, auch wir können einen anderen, neuen Überblick erlangen, wenn wir uns aus dem Bisherigen lösen, Ausschau halten und uns freuen über jede liebende, unverhoffte Begegnung, Glück, Freude, Kunst, Natur, Stille, Gefühle. Da schaut Gott uns an, da spricht er uns an. Es ist möglich! Friede und Freude, Glück und Vertrauen, Hoffnung und Liebe über den Tod hinaus kehren bei uns ein.



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